Foto: Jan Pingel

Pazifische Kirchen : Deep Sea mining is not needed, not wanted, not consented!

Kommerzielle Ausbeutung der Ressourcen der Tiefsee mit ihren verheerenden Folgen für KüstenbewohnerInnen droht  im Pazifik ihren Anfang zu nehmen: „Blaues Wachstum“ nennt sich das Konzept, das Nachhaltigkeit und Nutzung der Meeresressourcen vereinen möchte.  Wenngleich den pazifischen Regierungen sprudelnde Einnahmen von den vermeintlichen Interessenten versprochen werden,  wird Tiefseebergbau zu wirtschaftlicher Ausbeutung, Zerstörung von Lebensgrundlagen und Biodiversität führen. Proteste- vor allem die der Alliance of Solwara Warriors, (ein Zusammenschluss von lokalen Aktivisten, Kirchenvertretern und Fischern in Papua-Neuguinea) aber mit ihnen viele Gemeinden, Nichtregierungsorganisationen und Kirchen entlang der Bismarck-See in Papua-Neuguinea und im gesamten Pazifik haben bei ihrem Kampf schon erste Erfolge gegen die den Tiefseebergbau verzeichnet.

Wir stellen hier drei Pazifische Kirchen vor, die sich im Protest gegen Tiefseebergbau stark machen: 

Die Evangelical Lutheran Church Papua New Guinea (ELC-PNG) hat über 1,2 Millionen Mitglieder in ganz Papua-Neuguinea. Das sind ca. 20 % der insgesamt 5 Millionen Einwohner des Landes. Die ELC-PNG hat 17 Distrikte und 7 Departments. Die Distrikte sind die regionalen Einrichtungen der Kirche in ganz PNG, während die Abteilungen die Werke betreuen. Mit ihrem starken Statement gegen Tiefseebergbau fordert Pastor Kinim Siloi die Unterstützung der pazifischen Lebensweise, Schutz der Ressourcen und künftiger Generationen auf.

Wir werden nicht zulassen, dass diese Mine unser marines Ökosystem zerstört, von dem unser Überleben abhängt, und wir werden geeignete Maßnahmen ergreifen, um unsere Lebensweise, unsere Ressourcen und künftige Generationen zu schützen.

Quelle: Wikipedia, Website ELC-PNG, Rev. Kinim Siloi

Der Papua New Guinea Council of churches – Kirchenrat von Papua-Neuguinea – PNGCC wurde 1965 gegründet (Vorläufer: der Christliche Rat von Papua-Neuguinea, gegründet 1959). Er ist ein christlich-ökumenischer Rat in PNG. Er hat vier Hauptprogramme: Social Concerns Desk, Women’s Desk, Theological programs und Administration.  Mitglieder des PNGCC sind: Anglican Church of Papua New Guinea, Gutnius Lutheran Church (verbunden mit der Lutheran Church–Missouri Synod), Union Baptist, Roman Catholic Church, Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea, United Church in Papua New Guinea and the Solomon Islands und der Salvation Army.

Pastor Roger Joseph’s Statement gegen Tiefseebergbau : Unser Auftrag kommt von Gott. Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, um ihn zu kleiden und zu bewahren. Die Welt war schon da, bevor wir auf die Bildfläche kamen. Wer sind wir, sie zu zerstören? Wir rufen alle Menschen und die Regierungen des Pazifiks dazu auf, in Solidarität zusammenzustehen, um den Meeresbodenbergbau in PNG und im Pazifik zu verbieten“.

Quelle: www.oikoumene.org, Wikipedia, Rev. Roger Joseph

Die Pacific Conference of Churches (PCC) , die Pazifische Konferenz der Kirchen ist eine ökumenische Organisation, die die christlichen Kirchen in der Pazifikregion vertritt. Sie bemüht sich um die sichtbare Einheit der Kirche in Fragen der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung, um Initiativen zum Aufbau von Kapazitäten und um Solidarität mit ihren Mitgliedern in Zeiten von Naturkatastrophen und internen sozialen Umwälzungen. Von sehr bescheidenen Anfängen in den frühen 1960er Jahren zählt sie heute etwa 30 pazifische Mitgliedskirchen und 8 Kirchenräte zu ihren Mitgliedern. Der Hauptsitz der Pazifischen Kirchenkonferenz befindet sich in Suva (Fidschi).

Im Kampf gegen Tiefseebergbau unterstützt die PCC, ihr Generalsekretär Rev. James Bhagwan das kollektive Statement der pazifischen Zivilgesellschaft für ein Global Ban on Deep Sea Mining (Drawing the Blue Line)  in Nadi, Fidschi , März 2021: 

Für die Menschen im Pazifik stellt der Tiefseebergbau die schwerste Verletzung von Mutter Ozean dar, die bereits von jenen Nationen ausgebeutet wird, die die grundlegende menschliche Verantwortung, in Harmonie mit dem fragilen Ökosystem unseres Planeten zu leben, für den finanziellen Vorteil einiger weniger abgelehnt haben. Einfach ausgedrückt, die Blaue Linie dieses Aufrufs gegen den Tiefseebergbau fordert uns heraus, entweder zu denen zu gehören, die sich entscheiden, ihre kulturelle, spirituelle und moralische Verantwortung als Hüter des Ozeans anzunehmen, oder zu denen, die sich entscheiden, sie zu verraten.

Quelle: Website PCC, Wikipedia, Rev. James Bhagwan

Von Nicole Skrzipczyk Unkategorisiert 0 Kommentare

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